Colour turns me on

Mit einer Auswahl von vier verschiedenen Positionen zur erweiterten Farbfeldmalerei eröffnen wir unser Jubiläumsprogramm zum 30-jährigen Bestehen der Galerie.

Ulrike Arnold malt mit Erde, Sand und Steinen. Sie reist an abgelegene Orte auf allen Kontinenten, wo sie in situ malt und dabei dem Wetter und den natürlichen Kräften der Umwelt ausgesetzt ist. Sie sammelt ihre Materialien vor Ort und vermischt sie mit einem Binder, um ihre großen Leinwände zu bemalen. Diese fangen die Essenz der Orte ein, an die sie ihre Reisen führen. Seit mehreren Jahren malt Arnold auch mit Meteoritenstaub, den sie einem zufälligen Treffen mit einem Meteoritenforscher verdankt. Dieses Material ist Zeuge des Ursprungs unseres Planeten im Sonnensystem. Ihre Gemälde sind eine Hommage an die Erde und ihren Ort im Kosmos.

Hal Busse (1926–2018) eine Künstlerin, deren Werk und dessen Bedeutung im Kontext der deutschen Nachkriegskunst eine breitere Aufmerksamkeit innerhalb kunsthistorischer Betrachtung erst seit wenigen Jahren zuteil wird. Es wird ein zeitlicher Fokus auf die späten 1950er Jahren gelegt, eine sehr produktive und für die künstlerische Entwicklung entscheidende Schaffensperiode. Es ist auch die Zeit, in der Busse im engeren Kontakt mit der ZERO-Gruppe stand. Was die Künstlerin mit ZERO verbindet, offenbart sich fast von selbst: Macks dynamische Strukturen, Pienes Raster, Ueckers Nägel – auf formal-ästhetische Fragen fand Busse ganz ähnliche Antworten. Diese Gleichzeitigkeit in der Entwicklung künstlerischer Strategien belegt Busses Anschluss an die damals aktuellen Diskurse.
In den 1950er Jahren entstanden Bilder mitFigurengruppen, deren Form...

Ulrike Arnold malt mit Erde, Sand und Steinen. Sie reist an abgelegene Orte auf allen Kontinenten, wo sie in situ malt und dabei dem Wetter und den natürlichen Kräften der Umwelt ausgesetzt ist. Sie sammelt ihre Materialien vor Ort und vermischt sie mit einem Binder, um ihre großen Leinwände zu bemalen. Diese fangen die Essenz der Orte ein, an die sie ihre Reisen führen. Seit mehreren Jahren malt Arnold auch mit Meteoritenstaub, den sie einem zufälligen Treffen mit einem Meteoritenforscher verdankt. Dieses Material ist Zeuge des Ursprungs unseres Planeten im Sonnensystem. Ihre Gemälde sind eine Hommage an die Erde und ihren Ort im Kosmos.

Hal Busse (1926–2018) eine Künstlerin, deren Werk und dessen Bedeutung im Kontext der deutschen Nachkriegskunst eine breitere Aufmerksamkeit innerhalb kunsthistorischer Betrachtung erst seit wenigen Jahren zuteil wird. Es wird ein zeitlicher Fokus auf die späten 1950er Jahren gelegt, eine sehr produktive und für die künstlerische Entwicklung entscheidende Schaffensperiode. Es ist auch die Zeit, in der Busse im engeren Kontakt mit der ZERO-Gruppe stand. Was die Künstlerin mit ZERO verbindet, offenbart sich fast von selbst: Macks dynamische Strukturen, Pienes Raster, Ueckers Nägel – auf formal-ästhetische Fragen fand Busse ganz ähnliche Antworten. Diese Gleichzeitigkeit in der Entwicklung künstlerischer Strategien belegt Busses Anschluss an die damals aktuellen Diskurse.
In den 1950er Jahren entstanden Bilder mit Figurengruppen, deren Form sie im Laufe der Zeit immer weiter aufzulösen begann. In diesem Prozess lösten sich die Figuren schließlich in Punkte, Raster, Striche oder eben Nägel auf. Im Gegensatz zu den ZERO Künstlern, die die Abstraktion eher von einem technisch-formalen Standpunkt aus entwickelten, leitete Busse die Ungegenständlichkeit von der Figur ab und verlor nie ganz den Bezug zur Repräsentation (wenngleich viele Bilder unbetitelt blieben, belegen dies gerade frühe abstrakte Arbeiten mit eindeutigen Titeln wie ‚Badende‘, ‚Arena‘ oder ‚Markusplatz‘). Das gemeinsame Interesse galt aber eindeutig der Reduktion der Figuration zugunsten von Farbe und Struktur und den damit entwickelten neuen Möglichkeiten von Wahrnehmung bestimmter Phänomene.

In Sylke von Gaza's kreativer Praxis spielt der Schleier, die Metapher für Zwischenräume und Durchlässigkeit, eine zentrale Rolle. Halb verborgen, halb sichtbar. Die Fähigkeit, durch Verbergen offenzulegen, durch Verhüllen sichtbar zu machen - die Künstlerin hat dieses grundlegende Potenzial der Malerei internalisiert und es zu einem zentralen Element ihrer Arbeit gemacht. "Mich faszinieren Transformationen und ihre vielfältigen Formen und Effekte. Was ist die universelle Essenz der Transformation? Transformation und Transsubstantiation haben eine erhabene, hohe Qualität und deuten auf eine Form der Bereicherung oder Veredelung hin. Der Prozess ist normalerweise von Geheimhaltung umhüllt, verborgen vor den Augen, wie von Schleiern verdeckt. Dieser unsichtbare Prozess interessiert mich. Ich möchte das Unsichtbare sichtbar machen."

Rossella Vasta´s Entscheidung sich der Abstraktion zuzuwenden, stammt von einem Verlangen nach zunehmender Spiritualität. Sie bezeichnet ihre Malerei als ikonische Abstraktion. Oft weist Sie spezifisch auf die Bedeutungen der Farben im Bild hin. Es hört aber nicht beim Bild
auf, das Bild ist tatsächlich ein Fenster ins Unendliche. Ihre Werke sollen als Öffnung zu einer anderen Welt dienen. Es geht Ihr vor allem um die Rolle der Kunst, über die es den Menschen möglich ist, emotionale und intellektuelle Räume jenseits gewöhnlicher Empfindungen, Erfahrungen und Möglichkeiten zu öffnen. Räume, in die man, wie Vasta selbst schreibt, „nach einiger Zeit wieder zurückkehrt, für ein Wiedersehen, um sich dem Vergessen zu entziehen…“ Die Herausforderung, der sich Rossella Vasta darin stellt, ist, traditionelle Techniken auf unkonventionelle Weise zu verwenden.

Künstler:innen

Ulrike Arnold, Hal Busse, Sylke von Gaza, Rossella Vasta

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