Art Düsseldorf

Beck & Eggeling International Fine Art freut sich auf der diesjährigen Art Düsseldorf eine vielfältige Präsentation mit Werken der Malerei, Fotografie, Skulptur und Videokunst namenhafter zeitgenössischer Künstler der Galerie zu zeigen. Mit Werken von Aljoscha, Bertozzi & Casoni, Tamara K.E., Heribert C. Ottersbach, Fabrizio Plessi, Katharina Schilling, Stefan à Wengen, Thomas Wrede.

Der russisch-ukrainische Künstler Aljoscha schafft, ausgehend von Ideen des Biosimus, des Biofuturismus und des bioethischen Abolitionismus, Skulpturen und Installationen von polymorpher, fragiler Ästhetik und Sinnlichkeit. Mit ihrer organisch, amorph anmutenden Beschaffenheit – basierend auf Acrylfarbe, Silikon und Acrylglas – erinnern die Objekte an in der Natur vorkommende (Mikro)Organismen wie Algen, Bakterien oder andere Vielzeller. Jedoch sind sie weder Abbilder noch Interpretationen von (Natur)Phänomenen, sondern stellen vielmehr noch nicht existierende Lebensformen dar. Komplett neue künstliche biologische Systeme.

In den skulpturalen Werken von Bertozzi & Casoni ist die Vergänglichkeit Thema und Motiv zugleich. Ihre originellen Keramik-Stillleben mit Gegenständen der Warenwelt und typischen Requisiten der Vanitas-Stillleben spiegeln als treffende Metaphern und mit subtiler Ironie die Folgen der konsumorientierten Gesellschaft wieder. Mit Rezeption auf die Welt der Waren wird die massenhafte Reproduzierbarkeit und die verschwenderische Fülle der Gesellschaft, das Verhältnis von Mensch und Natur, thematisiert. Durch die handwerkliche Virtuosität und dem Ideenreichtum des italienischen Künstler-Duos bekommt die Tradition der Vanitas-Stillleben in ihren Keramik-Objekten eine zeitgenössische Eindringlichkeit.

Die in Georgien geborene und heute in New York und Düsseldorf lebende Künstlerin Tamara K. E. (Meister-schülerin bei Alfonso Hüppi),definiert in ihren jüngste...

Der russisch-ukrainische Künstler Aljoscha schafft, ausgehend von Ideen des Biosimus, des Biofuturismus und des bioethischen Abolitionismus, Skulpturen und Installationen von polymorpher, fragiler Ästhetik und Sinnlichkeit. Mit ihrer organisch, amorph anmutenden Beschaffenheit – basierend auf Acrylfarbe, Silikon und Acrylglas – erinnern die Objekte an in der Natur vorkommende (Mikro)Organismen wie Algen, Bakterien oder andere Vielzeller. Jedoch sind sie weder Abbilder noch Interpretationen von (Natur)Phänomenen, sondern stellen vielmehr noch nicht existierende Lebensformen dar. Komplett neue künstliche biologische Systeme.

In den skulpturalen Werken von Bertozzi & Casoni ist die Vergänglichkeit Thema und Motiv zugleich. Ihre originellen Keramik-Stillleben mit Gegenständen der Warenwelt und typischen Requisiten der Vanitas-Stillleben spiegeln als treffende Metaphern und mit subtiler Ironie die Folgen der konsumorientierten Gesellschaft wieder. Mit Rezeption auf die Welt der Waren wird die massenhafte Reproduzierbarkeit und die verschwenderische Fülle der Gesellschaft, das Verhältnis von Mensch und Natur, thematisiert. Durch die handwerkliche Virtuosität und dem Ideenreichtum des italienischen Künstler-Duos bekommt die Tradition der Vanitas-Stillleben in ihren Keramik-Objekten eine zeitgenössische Eindringlichkeit.

Die in Georgien geborene und heute in New York und Düsseldorf lebende Künstlerin Tamara K. E. (Meister-schülerin bei Alfonso Hüppi), definiert in ihren jüngsten Arbeiten ein neues Verhältnis zwischen den klassischen Medien der Malerei und Zeichnung und den Möglichkeiten der Technologien des digitalen Zeital-ters. Den Ausgangspunkt ihrer Werkreihe »Revisiting Fear« (seit 2014) bilden Copic Marker Zeichnungen und Aquarelle, die ihre Grundmotive aus der Pop Kultur beziehen. Sie werden gescannt, digitalisiert und in langen Prozessen so lange verarbeitet und recycelt bis ständig ineinander umkippende positive und negati-ve Stimmungslagen entstehen und anschließend per Pigmentdruck auf Diascreen ausgedruckt werden. Digital-analoge Collagen aus Malerei und Photoshop.

Die Bedeutung der Malerei, der Stellenwert von Kunst sowie die gesellschaftliche Rolle des Künstlers im zeitgenössischen Kontext sind die zentralen Themen im malerischen Werk von Heribert C. Ottersbach. In seiner Arbeit untersucht der Künstler, der seit 2009 eine Professur für Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig inne hat, die Frage nach der Relevanz gemalter Bilder – längst nicht mehr allein bild-gebend im Zeitalter digitaler Bilderfluten – sowie ihren Fortbestand als zeitgenössische Kunstgattung. Mit dem Reflektieren über die Bedingungen und Möglichkeiten der Malerei, schafft er neue Bewertungen und Denkzusammenhänge. Seine Motive überzeugen mit einer außergewöhnlichen Dichte und Vielschichtigkeit und eröffnen dem Betrachter einen weiten Assoziationsraum.

Für Fabrizio Plessi, einem der international renommiertesten Pioniere der Videokunst, dessen Werk welt-weit in den wichtigsten Museen mit spektakulären Ausstellungen gewürdigt wurde, bedeutet Kunst immer Bewegung. Seit Ende der 1960er Jahre ist das Element Wasser Hauptthema seiner Kunst. »Wasser, insbesondere das Meer, öffnet unsere Gedanken.« Für Plessi, der 1970 erstmals bei der Biennale von Venedig und 1987 auf der Documenta 8 ausstellte, ist das fließende Naturelement Sinnbild der Zeitlichkeit, des Lebensfluss und Metapher für Erinnerung. In unverwechselbarer Handschrift und permanenter Neuaus-lotung modernster, zeitbasierter Technologie, macht Fabrizio Plessi, der mit 78 Jahren noch immer solchen Erfindergeist zeigt, in dem Medium Video die Kraft der Natur unmittelbar und eindrucksvoll erfahrbar.

In Katharina Schillings Malerei schweben bekannte Gegenstände der Alltagswelt, bunte Dartpfeile, fragile Vasen oder flauschige Schwämme wie schwerelos und oftmals in unhierarchischer Anordnung in einem un-bestimmten Bildraum. Schatten- und makellos heben sich die Gegenstände deutlich vor den reduzierten Leinwandkompositionen ab, die mit ihren unregelmäßigen, gelegentlich verknitterten Strukturen, Farben und Formen gleichermaßen von einer eigenen Unabhängigkeit erzählen wie die Objekte in ihrer Mitte. In den Bildern der jüngst für den diesjährigen Kunstpreis Böttcherstrasse nominierten Künstlerin geht es um das Spekulieren über Bewahren und Aufheben im Ordnen und Oszillieren von Gegenständlichkeit und Abstrakti-on.

Stefan à Wengen, künstlerisch sehr präsent, zuletzt u. a. in der Kunsthalle Luzern, beschäftigt sich seit den 1990er Jahren in größeren Werkgruppen mit Fragen nach kulturellen Codes. Themen wie das Fremde oder das Befremdliche, Tod und Erinnerung, Melancholie, Existenz, Sexualität, Angstlust, Ritual, das Unheimliche bilden den Kern seiner künstlerischen Arbeit. Die Werkserie »Detected Dictionary« (seit 2014) widmet sich Bildern des kulturellen Gedächtnis. Abgeschmuste Kuscheltiere, Blumenstillleben, Fliegenpilze und Tiere, isoliert auf einer 30 x 25 cm großen und auf Holz montierten Leinwand, streng in Schwarz-Weiß gehalten, zählen neben anderen zu diesem »Kabinett an Kuriositäten des Unterbewussten«. Symbolträchtige Bildge-genstände, die immer wieder auf die Vergänglichkeit alles Irdischen verweisen.

Die Bilder der Serie »Real Landscapes« (seit 2004) von Thomas Wrede sind auf den ersten Blick ein-drucksvolle Landschaftsfotografien. Allerdings bleibt der Versuch diese Landschaftskulissen in der Wirklichkeit geografisch zu verorten vergeblich und bei genauerer Betrachtung werden Widersprüche und Unstimmigkeiten in den Fotografien erkennbar. Durch eine Methode die aus Steinhaufen Berge oder aus einer Pfütze einen großen See entstehen lässt, schafft Wrede neue Bildwelten, utopische Szenerien die nur durch die Fotografie und in der Fotografie existieren. Durch die Gleichzeitigkeit von Inszenierung und Doku-mentation, von Fiktion und Realität entsteht eine raffiniertes Wechselspiel von »Schein« und »Sein«, das deutlich macht, dass unser Bild von der Realität letztendlich von der jeweiligen Perspektive abhängt.

Stimmig ergänzt wird diese Präsentation um ein Kabinett mit Highlights renommierter ZERO-Künstler und weiteren ausgewählten Werken zeitgenössischer Künstler der Galerie.

Künstler

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